
ERASMUS+
Projekt Nr.: KA210-YOU-4AD4B8BB – gefördert durch das Erasmus+ Programm der Europäischen Union
Das Projekt hat zum Ziel, ein transnationales Netzwerk von Jugend- und Sozialarbeiter:innen aufzubauen, die mit jungen Romnja und Roma zusammenarbeiten oder in diesem Feld aktiv sind.
Im Mittelpunkt steht die aktive Mitgestaltung durch Rom:nja-Jugendliche selbst. Der Fokus liegt auf dem Austausch von Perspektiven, Erfahrungen und bewährten Ansätzen in der Jugendarbeit – mit dem Ziel, gemeinsam Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln, die zur Förderung von Teilhabe, Chancengleichheit und Empowerment beitragen.

Kick-off-Meeting in Eisenstadt
Am 15.–16. Juli 2024 fand in Eisenstadt (Österreich) das transnationale Kick-off-Meeting des Projekts enROMyou – Enhancing Roma Youth Work statt. Vertreter:innen aller vier Partnerorganisationen aus Österreich, Ungarn, Italien und Rumänien kamen zusammen, um die Grundlagen für die Zusammenarbeit zu legen, Rollen und Verantwortlichkeiten zu klären und die ersten Projektaktivitäten abzustimmen.
Auf der Agenda standen Partnerpräsentationen, ein Projektüberblick sowie die gemeinsame Entwicklung des methodischen Rahmens für die partizipative Beteiligung an der Studie von Rom:nja-Jugendlichen. Zu den Höhepunkten zählten die Vorstellung der Gastgeberorganisation Roma VHS, Einblicke in die lokale Rom:nja-Community sowie ein Austausch mit Stakeholder:innen und politischen Entscheidungsträger:innen. Darüber hinaus bot das Treffen viele Gelegenheiten für Vernetzung, persönlichen Austausch und kulturelle Begegnungen in einer offenen und konstruktiven Atmosphäre.
Die im Projektverlauf erarbeiteten Empfehlungen und Praxisansätze werden in einem Handbuch zusammengeführt und öffentlich zugänglich gemacht, um auch über den Projektkontext hinaus Wirkung zu entfalten.
Vom 28. Februar bis 1. März 2025 fand in Bukarest (Rumänien) das internationale LTTA-Training mit Workshop im Rahmen von enROMyou – Enhancing Roma Youth Work statt. Gastgeber war die Organisation Asociatia “Pe Bune”, die eine hervorragend organisierte und inhaltlich starke Veranstaltung ausrichtete.
Im Mittelpunkt standen die Präsentation der Umfrageergebnisse, Good-Practice-Beispiele aus der Jugendarbeit, interaktive Workshops sowie die gemeinsame Reflexion zu Herausforderungen und Lösungsansätzen in der Arbeit mit jungen Rom:nja. Fachkräfte aus allen vier Partnerländern bewerteten den Austausch als äußerst bereichernd.
Mit 15 Teilnehmenden war die Veranstaltung gut besucht, die Evaluierung zeigte eine sehr hohe Zufriedenheit: 92 % der teilnehmenden vergaben die Höchstnote, der durchschnittliche Wert lag bei 4,93 von 5 Punkten. Besonders positiv hervorgehoben wurden die Diskussionen mit Jugendlichen, der fachliche Austausch und die inspirierende Atmosphäre.
Die Ergebnisse des Treffens bilden eine wertvolle Grundlage für das geplante Handbuch und haben die transnationale Zusammenarbeit nachhaltig gestärkt.

Im Rahmen des Erasmus+ Projekts enROMyou wurde eine Befragung unter 75 Rom:nja- und Sinti:zze-Jugendlichen in Österreich, Ungarn, Italien und Rumänien durchgeführt. Der Fragebogen behandelte zentrale Themen wie Bildung und Arbeit, soziale Teilhabe, Vertrauen in Institutionen, Erfahrungen mit Diskriminierung und Zukunftsperspektiven.
HIER finden Sie die englische Version des vollständigen Fragebogens, der die Grundlage für die Analysen im Handbuch bildet. Er steht als Ressource für Forscher:innen, Pädagog:innen, Praktiker:innen und Interessierten zur Verfügung, die ihn in ihrer eigenen Arbeit nutzen oder anpassen möchten.
Projektziele & Inhalte
Von der Forschung zur Praxis: Jugendgeleitete Perspektiven auf Inklusion und Empowerment
🗓️ Dienstag, 25. November 2025 | 🕒 15:00–16:00 Uhr (CET)
Das internationale Erasmus+-Projekt enROMyou präsentiert die zentralen Erkenntnisse seines neuen Handbuchs für die soziale und pädagogische Arbeit mit Rom:nja- und Sinti:zze-Jugendlichen.
Das Webinar bietet wertvolle Einblicke und praxisnahe Tipps für Fachkräfte, Pädagog:innen und Organisationen, die sich für soziale Inklusion und Empowerment einsetzen.
🎙️ Mit unseren Gästen:
Im Webinar werden Erfahrungen aus den Partnerländern vorgestellt und konkrete Strategien geteilt – von gemeinschaftsorientierter Bildungsarbeit bis hin zum interkulturellen Dialog.
🔗 Teilnahme über Zoom:
Zoom-Link
Meeting-ID: 854 8903 1256 | Code: 975824
Unser zweites enROMyou Multiplikations- bzw. Disseminations-Event fand in Oktober 2025 an einer Ausbildungsstätte für Sozialpädagogik in Oberwart statt – mit insgesamt 36 Teilnehmenden, darunter Sozialarbeiter:innen, Pädagog:innen und Jugendarbeiter:innen.
Vorgestellt wurden das Handbuch für die Sozial- und Bildungsarbeit für und mit Roma- und Sinti-Jugendlichen sowie die dazugehörige Broschüre, die beide mit großer Begeisterung aufgenommen wurden.
Im Workshop erprobten wir praxisorientierte Methoden aus dem Handbuch: kurze Rollenspiele zu Vorurteilen und Diskriminierung, Reflexionsrunden zu inklusiver Kommunikation sowie Gruppenarbeiten zur Entwicklung von Empowerment-Strategien für junge Roma und Romnja und Sinti:zze. Die Teilnehmenden hoben besonders hervor, dass das Handbuch ein praktisches und inspirierendes Werkzeug für die tägliche Jugendarbeit und die sozialpädagogische Ausbildung darstellt.
Ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten – eure Energie und Begeisterung zeigen, wie relevant und wirkungsvoll dieses Projekt ist!






enROMyou – Enhancing Roma Youth Work stärkt die Jugendarbeit mit Roma und Romnja in Österreich, Ungarn, Italien und Rumänien. Das Projekt verbindet Forschung, Praxis und Community-Perspektiven: Es analysiert Lebensrealitäten junger Menschen, bündelt wirksame Ansätze gegen Antiziganismus und Diskriminierung und entwickelt konkrete Werkzeuge für Schule, Sozial- und Jugendarbeit. Im Mittelpunkt stehen Empowerment, Beteiligung am demokratischen Leben sowie Sprach- und Kulturvermittlung (u. a. Romanes). Aus den transnationalen Partnerschaften sind ein umfassendes Handbuch (Langfassung) und eine kompakte Kurzfassung entstanden – mit Hintergrund, Fallbeispielen, Moderations- und Unterrichtsbausteinen, Checklisten, Vorlagen und OER-Materialien zur direkten Anwendung in Workshops, Projekttagen und Trainings.
Die Handbücher bieten eine fundierte Analyse der Lebensrealitäten von Roma- und Sinti-Jugendlichen in vier europäischen Ländern (Österreich, Ungarn, Italien und Rumänien) sowie praxiserprobte Methoden und Empfehlungen für Fachkräfte in der Jugendarbeit, Sozialarbeit und Bildung. Ziel ist es, interkulturelles Verständnis zu fördern, Inklusion zu stärken und Jugend- und Sozialarbeiter:innen mit Werkzeugen und Best-Practice-Beispielen für die Arbeit mit benachteiligten Gruppen auszustatten.
Nutzen Sie enROMyou für Ihre Praxis: Analyse verstehen – Methoden übernehmen – Beteiligung ermöglichen.
Downloads: Handbuch – Langversionen in Englisch, Deutsch, Ungarisch, Rumänisch und Italienisch sowie Handbuch – Kurzversionen in Deutsch, Englisch, Romanes, Ungarisch, Italienisch und Rumänisch für die soziale und pädagogische Arbeit mit Rom:nja- und Sinti:zze-Jugendlichen.












Am 15. Dezember 2025 wurden im Rahmen der 34. Roma Dialogplattform, die im Dachfoyer des Bundeskanzleramts stattfand, drei Erasmus+ Projekte der Roma Volkshochschule Burgenland als Best-Practice-Beispiele vorgestellt: enROMyou – Enhancing Roma Youth Work, Art MINDS sowie MINC – Mindful Inner Peace via Nature Connection.
Die Dialogplattform, organisiert von der Nationalen Roma Kontaktstelle in Kooperation mit der Agentur für Bildung und Internationalisierung (OeAD), widmete sich Fördermöglichkeiten zur Stärkung von Partizipation und Empowerment der Roma, insbesondere in den Bereichen Jugend und berufliche Bildung und Ausbildung. Vorgestellt wurden unter anderem Programme wie DiscoverEU, Youth Participation Activities und das Europäische Solidaritätskorps.
Die präsentierten Projekte zeigen unterschiedliche, sich ergänzende Zugänge auf: von der Professionalisierung der Rom:nja-Jugendarbeit über kreative und digitale Bildungsformate bis hin zu natur- und achtsamkeitsbasierten Ansätzen zur Stärkung von Resilienz und Wohlbefinden.
Die Einladung zur Präsentation unterstreicht die Relevanz und Wirkung Rom:nja-geführter Erasmus+ Initiativen im europäischen Bildungs- und Jugendbereich.


Am 25. November 2025 fand im Rahmen des Erasmus+-Projekts enROMyou – Enhancing Roma Youth Work das internationale enROMyou-Webinar statt. Mehr als 100 Teilnehmende aus verschiedenen europäischen Ländern und darüber hinaus nahmen an der Veranstaltung teil.
Das Webinar mit dem Titel „Von der Forschung zur Praxis: Jugendgeleitete Perspektiven auf Inklusion und Empowerment“ präsentierte die zentralen Erkenntnisse des enROMyou-Projekts und stellte die neu entwickelten Handbücher für die soziale und pädagogische Arbeit mit Rom:nja- und Sinti:zze-Jugendlichen vor. Die Veranstaltung bot praxisnahe Einblicke für Jugendbetreuer:innen, Pädagog:innen, Stakehiolder:innen und Organisationen, die sich für Inklusion, Partizipation und Empowerment einsetzen.
Die Gastrednerinnen Irina Elena Bellio (Österreich) und Maria-Andreea Chiriac (Rumänien) teilten ihre Perspektiven zu Inklusion, Jugendpartizipation, Empowerment und zur Bedeutung der Romanes-Sprache für Identitätsbildung und inklusive Praxis. Erfahrungen aus den Partnerländern sowie konkrete Strategien für gemeinschaftsorientierte Bildungsarbeit und interkulturellen Dialog wurden diskutiert.
Ein besonders positives Ergebnis des Webinars war das große Interesse der Teilnehmenden, weiter mit den enROMyou-Materialien zu arbeiten, diese in die eigene Praxis zu integrieren und die Projektergebnisse weiter zu verbreiten. Dies bestätigt die Relevanz, Übertragbarkeit und Nachhaltigkeit der enROMyou-Projektergebnisse.

Projektpartner:innen
Roma Volkshochschule Burgenland (Koordinatorin) - Österreich https://www.vhs-roma.eu/
Pe bune (Rumänien), Galileo Progetti (Ungarn), Caritas Dioezese Bolzano Bressanone (Italien)

Projektdauer
Projekt Promo Video

Dieses Projekt wird von der Europäischen Union finanziert. Die geäußerten Ansichten und Meinungen entsprechen jedoch ausschließlich denen des Autors bzw. der Autoren und spiegeln nicht zwingend die der Europäischen Union oder der OeAD-GmbH wider. Weder die Europäische Union noch die OeAD-GmbH können dafür verantwortlich gemacht werden.

